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Nicht nur Sauerkraut: 5 Dinge, die ihr jetzt fermentieren wollt

Fermentieren ist eine der ältesten Küchentechniken der Welt WECK

Ein leises Blubbern im Glas, ein säuerlicher Duft in der Küche und nach ein paar Tagen wartet ein ganz neuer Geschmack auf euch. Ob cremiger Joghurt oder herzhaftes Sauerteigbrot: Mikroorganismen sind die heimlichen Helden auf eurem Speiseplan. Tatsächlich ist etwa jedes dritte Lebensmittel, das ihr täglich genießt, fermentiert. Doch Fermentieren ist viel mehr als nur Kohl im Glas. Es ist ein echtes geschmackliches Upgrade für eure Küche.

Eine Methode und tausend Möglichkeiten

Fermentieren ist ein Sammelbegriff für ganz unterschiedliche Techniken. Beim Gemüse übernehmen Milchsäurebakterien die Arbeit, beim Kombucha ein lebendiger Scoby (eine Kultur aus Hefen und Bakterien), beim Sauerteig wilde Hefen aus der Luft. Klingt kompliziert? Ist es nicht. Das Grundprinzip ist jedes Mal dasselbe, und die Zutaten habt ihr meistens schon zu Hause. Es geht um die Freude am Experimentieren. WECK hat ein Buch entwickelt, aus dem wir euch fünf Ideen vorstellen wollen, mit denen ihr sofort loslegen, oder euer Wissen noch vertiefen könnt.

Der Klassiker: Gurken, aber habt ihr schonmal Gurken-Relish probiert? WECK

Gurken: Knackig und vielseitig

Die klassische Salzgurke aus dem Glas kennt ihr natürlich, aber habt ihr schon mal ein selbst fermentiertes Gurken-Relish probiert? Stellt euch vor, wie es beim Reinbeißen herrlich knackt und eine feine, säuerliche Würze auf eurer Zunge hinterlässt. Dieses Relish ist ein echter Allrounder: Es verwandelt Hotdogs und Sandwiches in Gourmet-Snacks und gibt eurem Kräuterquark einen aufregenden Kick. Auch in einem frischen Reisnudelsalat oder zu goldbraun gebratenem Hähnchen schmeckt es einfach wunderbar.

Habt ihr im Sommer zu viele Gurken im Garten? Dann ist das der perfekte Plan für euch. Und das ist erst der Anfang: Wer einmal Feuer gefangen hat, kann sich an aromatische Rüben mit Pfifferlingen wagen oder einen kunterbunten Mix aus allem kreieren, was die Saison gerade hergibt. Das Prinzip bleibt dabei immer kinderleicht, und jedes Glas wird zu einer leckeren Überraschung.

Heidelbeeren: Beerenzeit neu gedacht

Dass man Beeren fermentieren kann, überrascht viele, doch genau das macht dieses Experiment so spannend. Nach ein paar Tagen Geduld und etwas Salz verwandeln sich die Heidelbeeren in eine leicht säuerliche, aromatisch tiefe Version ihrer selbst, die euch geschmacklich überraschen wird. Besonders gut machen sie sich zum Frühstück: Gebt einen Löffel davon über euren Joghurt oder das Müsli und erlebt ein Frühstück mit echtem Tiefgang. Auch auf frisch gebackenen Pfannkuchen oder Pancakes sind sie ein absoluter Treffer. Heidelbeeren sind dabei erst der Anfang. Im WECK-Buch findest du auch geniale Rezepte zu fermentierten Aprikosen, Pfirsichen oder Pflaumen.

Auch Obst eignet sich wunderbar zum Fermentieren WECK

Kaffee: Kombucha mal ganz anders

Kombucha auf Teebasis kennen viele, aber habt ihr schon mal Kaffee-Kombucha probiert? Das ist der ultimative Tipp für alle, die ihren Lieblingskaffee von einer völlig neuen Seite kennenlernen möchten. Alles beginnt mit eurer liebsten Kaffeesorte. Die fleißigen Mikroben des Scobys erledigen den Rest und nach ein paar Tagen haltet ihr einen spritzigen, charakterstarken Drink mit unverwechselbarem Aroma in den Händen.

Dieser lässt sich weit über das Glas hinaus verwenden: Probiert ihn in Overnight Oats, als Basis für ein Dressing oder zum Ablöschen von geröstetem Gemüse. Wer es exotisch mag, kann in einer Zweitfermentation mit Kardamomkapseln eine feine orientalische Note zaubern.

Cashews: Cremig, pflanzlich und selbst gemacht

Fermentieren ist keine Frage der Ernährungsweise, denn auch wer auf tierische Milch verzichtet, kann diese Welt voll auskosten. Cashew-Joghurt ist dafür ein wunderbares Beispiel für handgemachte Qualität. Weicht die Kerne ein, püriert sie fein und lasst die Fermentation beginnen. Das Ergebnis ist ein herrlich cremiger, leicht säuerlicher Joghurt, der genauso vielseitig einsetzbar ist wie sein tierisches Pendant.

Das Beste daran ist, dass dieses Rezept auch mit anderen Nüssen funktioniert. Ihr habt also vollen Spielraum, um euren eigenen Lieblingsjoghurt zu kreieren. Wer einmal den Dreh raus hat, kann direkt weitermachen: Rezepte zu fermentierter pflanzlicher Butter, Frischkäse oder Kefir gibt es ebenfalls im WECK-Buch.

Sauerteigbrot ist aktuell DER Küchentrend! WECK

Sauerteig: Das Brot, das auf euch wartet

Kein Fermentier-Abenteuer ist vollständig ohne echten Sauerteig. Schon lange bevor es kommerzielle Hefe gab, verwandelte eine einfache Mischung aus Mehl und Wasser Getreide in köstliches Brot. Wilde Hefen und Milchsäurebakterien erledigen dabei die ganze Arbeit für euch. Jeder Sauerteig-Starter ist dabei ein Unikat: Eure Küche, euer Mehl und die Temperatur in eurem Zuhause formen seinen ganz eigenen Charakter.

Das Ergebnis könnt ihr sofort riechen und schmecken: Ein Brot mit krachender Kruste, unvergleichlichem Aroma und einer Textur, die kein Backpulver der Welt erreicht.

Einfach anfangen

Traut euch ruhig an die Gläser heran! Mit den Schritt-für-Schritt-Anleitungen von fünf absoluten Expertinnen und Experten und über 70 Rezepten werdet ihr schnell merken, wie viel Spaß es macht, eigenen Geschmack zu kreieren. Egal ob Anfängerin oder Anfänger oder Profi: Das WECK-Buch „Natürlich Fermentieren" begleitet euch als vertrauensvoller Partner bei jedem Schritt. Von Gemüse und Obst über Kombucha, Bier und Essig bis hin zu Milchprodukten und Sauerteig ist für alle etwas dabei.

„Natürlich Fermentieren“ erhältlich im Buchhandel, auf Amazon und im WECK-Shop WECK
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